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Expertin für Botox in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie und Schönheitschirurgie in München

Expertin für Botox in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie und Schönheitschirurgie in München
Botox Lehrbuchkapitel von Dr. Neuhann-Loren

Die Expertin für Plastische und Ästhetische Chirurgie/ Schönheitschirurgie aus München schreibt das Lehrbuchkapitel über Botox  mit dem Titel “Botulinumtoxin in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie” im neuen Plastische Chirurgie Lehrbuch von Alfred Berger. Für mehr Information klicken Sie bitte hier. “Vor allem die ästhetischen Indikationen haben dazu beigetragen dass sich in den letzten Jahren die Zahl der nichtchirurgischen Behandlungen der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie verdoppelt hat und mittelweile auch in Deutschland ca. 30% der Eingriffe ausmacht. Die lokale Injektionsbehandlung mit Botulinumtoxin hat sich in den letzten 20 Jahren bei Erkrankungen mit einem erhöhten Muskeltonus quergestreifter oder glatter Muskulatur oder bei Erkrankungen mit krankhaft vermehrter Sekretion von Drüsen als ein effektives symptomatisches Therapieverfahren erwiesen. Andere Therapien stehen meist nicht oder nur unzureichend zur Verfügung. Botulinumtoxin reduziert nach lokaler Injektion effektiv den Muskeltonus für mehrere Monate und unterbricht die Sekretion von Schweiß-, Tränen- oder Speicheldrüsen. In Deutschland sind im Moment vier Botulinumtoxin-Produkte zugelassen (3 Typ-A Toxine Botox®, Dysport®, Xeomin® und 1 Typ-B-Toxin Neurobloc®). Es bestehen unterschiedliche Arten der Toxinformulierung z.B. hinsichtlich des Anteils nicht-toxischer Proteinanteile, deren Vor- oder Nachteile nicht ausreichend empirisch belegt wurden. Die Produkte wurden in Deutschland jeweils für unterschiedliche Indikationen zugelassen. So bestehen in Deutschland für die Präparate folgende Zulassungen durch das BfArM:

• Botox® für die Indikationen Spasmus hemifacialis, Blepharospasmus, idiopathische rotatorische zervikale Dystonie (Torticollis spasmodicus), fokale Spastizität (1) im Zusammenhang mit dynamischer Spitzfußstellung infolge von Spastizität bei Patienten mit infantiler Zerebralparese, die zwei Jahre und älter sind und (2) des Handgelenkes und der Hand bei erwachsenen Schlaganfallpatienten und für die Indikation „starke, fortbestehende primäre Hyperhidrosis axillaris, die störende Auswirkungen auf die Aktivit. des tgl. Lebens hat und mit einer topischen Behandlung nicht ausr. kontrolliert werden kann

• Dysport® für die Indikationen Spasmus hemifacialis (fälschlicherweise in der Zulassung bezeichnet als „koexistierende hemifaziale dystone Bewegungsabläufe“), Blepharospasmus, rotierender Torticollis spasmodicus, Armspastik nach Schlaganfall

• Xeomin® für die Indikationen Blepharospasmus und zervikale Dystonie mit überwiegend rotatorischer Komponente (Torticollis spasmodicus), obere Extremitäten nach Schlaganfall (mit Handgelenkbeugung und gefausteter Hand)

• Neurobloc® für die Indikation zervikale Dystonie
Der als Botox® für die genannten Indikationen zugelassene Wirkstoff ist als Vistabel® für die kosmetische Indikation der Faltenglättung zugelassen.
Es besteht damit jedoch in Deutschland keine offizielle Zulassung von Botulinumtoxin für eine Reihe von Erkrankungen, bei denen jedoch wissenschaftlich der Nachweis der Wirksamkeit erbracht worden ist und für die teilweise auch in anderen europäischen Ländern Zulassungen bestehen. Die Rechtsprechung zur sog. „Off-Label-Verordnung“ ist teilweise widersprüchlich: die seit dem Urteil vom 19.3.2002 hauptsächlich zitierte Rechtsprechung durch das Bundessozialgericht (AZ B 1 KR 36/00 R) hat strenge Bedingungen genannt werden, unter denen Medikamente für nicht zugelassene Indikationen ausnahmsweise kostenerstattungsfähig sind. Kürzlich hat das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen in 2 Entscheidungen die strengen Maßstäbe relativiert, welche Anforderungen an eine „wissenschaftlich belegte“ Wirkung zu stellen seien (Az.: L 5 KR 144/03 und L 5 KR 171/04). Nachdem in der Rechtsprechung auch der Beurteilung einer eventuell gegebenen Indikation durch „einschlägige Fachkreise“ eine wichtige Rolle zugewiesen wird, nimmt der „Arbeitskreis Botulinumtoxin e.V.“ in der „Deutschen Gesellschaft für Neurologie“ als wissenschaftliches Fachgremium zu dieser Situation erneut aktuell wie folgt Stellung und sieht im Konsens mit der medizinischen Literatur die Voraussetzungen im Falle der Anwendung von Botulinumtoxin für eine Reihe von Indikationen als erfüllt.