
Narben sind sichtbare Spuren der eigenen Geschichte – nach Operationen, Verletzungen, Verbrennungen oder Hauterkrankungen wie Akne. Wie eine Narbe später aussieht, hängt von Ihrer individuellen Wundheilung, der Tiefe der ursprünglichen Verletzung, der Durchblutung des Narbenbereichs und vom Verlauf der Narbe in Bezug zu den natürlichen Spannungslinien der Haut ab. Auch Faktoren wie Veranlagung, Lokalisation und die Schnitttechnik beeinflussen die Narbenbildung und den Heilungsverlauf maßgeblich.
In unserer Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie im Zentrum von München begleiten wir Patientinnen und Patienten seit über 25 Jahren bei genau dieser Frage: Wann lässt sich eine Narbe sinnvoll korrigieren – und mit welcher Methode? Als Mutter-Tochter-Praxis in vierter Generation kombinieren wir chirurgische Erfahrung, moderne Lasertechnologie und eine ärztliche Aufklärung, die Risiken ehrlich benennt und Bedenkzeit selbstverständlich einplant.
Eine ärztliche Entscheidung verdient ärztliche Beratung.
Vereinbaren Sie gerne telefonisch einen Termin (+49-89-348123) oder direkt in unserem Online-Kalender.
Kurzinfo Narbenkorrektur
OP-Dauer
ca. 1 bis 4 Stunden
Betäubung
örtliche Betäubung, Dämmerschlaf & Vollnarkose
Klinikaufenthalt
ambulant oder 1 – 2 Tage stationär
Gesellschaftsfähig
nach ca. 2 Wochen
Sport
nach ca. 4 Wochen
Kosten
ab 2.500 €*
*Abrechnung entsprechend Gebührenordnung GOÄ
Was bedeutet Narbenkorrektur – und was ist realistisch?
Auch wenn viele Patientinnen und Patienten von „Narbenentfernung“ sprechen: Eine vollständige Entfernung ist medizinisch nicht möglich. Was wir leisten können, ist eine Narbenkorrektur – das Erscheinungsbild verfeinern, die Narbe in die natürlichen Hautspannungslinien einpassen, das Gewebe entlasten und die Funktion wiederherstellen, wenn eine Narbe zieht oder einengt.
Diese Klarheit ist uns wichtig. Wir versprechen kein glattes Hautbild ohne Spuren. Wir versprechen eine ehrliche Einschätzung, welches Verfahren in Ihrem Einzelfall die beste Verbesserung erzielt – und in welchen Fällen wir von einem Eingriff abraten.
Welche Narbenarten behandeln wir in München?
Atrophe Narben (eingesunkene Narben)
Atrophe Narben liegen unter dem Hautniveau und entstehen oft nach Akne, Windpocken oder oberflächlichen Verletzungen. Hier sind Laserbehandlungen, Dermabrasion oder Microneedling häufig die Methoden der Wahl, um die Hautoberfläche zu glätten und die Narbenbildung zu verbessern.
Hypertrophe Narben (wulstige Narben)
Hypertrophe Narben sind verdickt, gerötet und manchmal juckend, bleiben aber innerhalb der ursprünglichen Wundgrenzen. Sie entstehen meist durch eine überschießende Wundheilung in den ersten Monaten nach einer Verletzung. Im Unterschied zu Keloiden bilden sie sich nicht selten teilweise von selbst zurück. Behandlungsoptionen: Druckverbände, Silikonpflaster, Kortikosteroid-Injektionen, in ausgewählten Fällen ergänzend eine fraktionierte Lasertherapie.
Keloide (wuchernde Narben)
Keloide wachsen über die ursprüngliche Wundgrenze hinaus, bilden sich nicht von selbst zurück und neigen zur Wiederkehr. Bevorzugte Stellen sind Ohren, Schultern und der obere Brustbereich. Sie treten bei Menschen mit dunklerem Hauttyp häufiger auf, die Neigung nimmt mit dem Alter ab. Wir behandeln Keloide in der Regel kombiniert – mit Kortikosteroid-Injektionen, chirurgischer Entfernung und gegebenenfalls anschließender Bestrahlung. Eine alleinige operative Entfernung ist bei Keloiden selten ausreichend.
Kontrakturen (zusammenziehende Narben)
Nach Verbrennungen oder Verletzungen mit Gewebsverlust können Narben entstehen, die Haut, Sehnen und Gelenke zusammenziehen. Sie sind nicht nur ein kosmetisches, sondern ein funktionelles Problem. Hier kommen Hautlappenplastiken, Z-Plastiken, Hauttransplantationen und gelegentlich Hautexpander zum Einsatz – häufig ergänzt durch krankengymnastische Nachbehandlung.
Akne-Narben
Akne hinterlässt unterschiedliche Narbentypen – „Ice-Pick“, „Boxcar“ und „Rolling Scars“. Sie verlangen unterschiedliche Strategien: Für tiefe, schmale Narben eignet sich häufig die operative Korrektur einzelner Narben, für flächige Hautunregelmäßigkeiten ist die fraktionierte CO₂-Lasertherapie in der Regel das Mittel der Wahl, wie wir es in unserem Überblick zur Narbenkorrektur mit operativen und laserbasierten Verfahren ausführlich darstellen.
Wann ist eine Laserbehandlung bei Narben sinnvoll?
Die Laserbehandlung ist in unserer Praxis ein zentraler Baustein der modernen Narbenkorrektur – aber nicht für jede Narbe das richtige Verfahren. Der Laser arbeitet präzise an der Hautoberfläche und in den darunterliegenden Schichten, regt die Kollagenneubildung an und glättet die Textur. Operative Verfahren formen die Narbe neu – der Laser verfeinert sie.
Laser ist sinnvoll bei …
- flächigen, eingesunkenen Aknenarben, bei denen eine chirurgische Korrektur einzelner Narben nicht realistisch ist
- hypertrophen, geröteten Narben, die sich in der Reifungsphase befinden und durch Laser im Verlauf abblassen sollen
- frischen Operationsnarben zur Narbenprävention – eine frühzeitige Lasertherapie (ab etwa Woche 4–8 nach der OP) kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen
- breit verzogenen, optisch störenden Narben im Gesicht oder am Körper, die nicht stark wulstig sind
- Dehnungsstreifen (Striae distensae), die genetisch zu den atrophen Narben zählen
- postoperativen Hautunebenheiten und Texturunterschieden nach Verletzungen
Laser ist eher nicht sinnvoll bei …
- Keloiden – hier kann Laser eine erneute Wucherung provozieren. Die Therapie der Wahl ist die kombinierte Behandlung mit Injektion und ggf. Bestrahlung
- frischen, noch entzündeten Narben in den ersten Wochen
- stark pigmentierter Haut ohne sorgfältige Vorabklärung – hier besteht die Gefahr von Hyperpigmentierungen
- funktionellen Kontrakturen, die ein operatives Lösen des Gewebes verlangen
Welche Laser setzen wir ein?
In unserer Praxis arbeiten wir je nach Indikation mit dem fraktionierten CO₂-Laser für tiefere Hautumbauten und mit weiteren, auf die jeweilige Hautstruktur abgestimmten Lasersystemen. Häufig kombinieren wir Lasertherapie mit unserer eigenen Plasmatherapie myHYPPP®-Verjüngungstherapie zur regenerativen Unterstützung – ein in der Praxis entwickeltes Verfahren auf Basis der Hypoxie-Präkonditionierung.
Welcher Laser für Sie geeignet ist – und ob Laser überhaupt der richtige Weg ist –, klären wir im persönlichen Beratungsgespräch mit Dr. von Isenburg, Dr. Neuhann-Lorenz oder Dr. Haas. Niemals delegiert. Immer auf Augenhöhe.
Operative Verfahren zur Narbenkorrektur
Z-Plastik
Die Z-Plastik ist eine klassische plastisch-chirurgische Methode, um eine Narbe in die natürlichen Spannungslinien der Haut einzupassen. Nach der Exzision der bestehenden Narbe werden zwei dreieckige Hautlappen in einem Winkel von etwa 45° zum Narbenverlauf gebildet und ausgetauscht. Das Ergebnis ist eine Z-förmige, deutlich unauffälligere Narbenlinie. Kleine Z-Plastiken werden in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt.
Geeignet ist die Z-Plastik vor allem bei Narben, die quer zu den Hautlinien verlaufen, und bei beginnenden Kontrakturen. Sie ist nicht für jede Narbe das richtige Verfahren – das beurteilen wir individuell.
Dermabrasion
Bei der Dermabrasion werden die obersten Hautschichten mit einem hochfrequenten Schleifgerät kontrolliert abgetragen. Die Hautoberfläche wird egalisiert, Höhenunterschiede verringert. Die Narbe wird gemildert, nicht entfernt. Häufig wird Dermabrasion mit Lasertherapie kombiniert oder durch sie ersetzt, da der fraktionierte CO₂-Laser oft präziser arbeitet.
Hauttransplantation und Lappenplastik
Bei größeren Narbenarealen – etwa nach Verbrennungen oder ausgedehnten Verletzungen – sind aufwendigere Verfahren nötig. Eine Hauttransplantation entnimmt gesunde Haut von einer geeigneten Körperstelle und deckt damit den Defekt. Eine Lappenplastik verpflanzt Haut samt darunterliegendem Gewebe und Blutversorgung – entweder durch lokale Verschiebung oder mikrochirurgisch mit Anschluss neuer Blutgefäße und wird eingebettet in unser ganzheitliches Behandlungskonzept mit Beratung, Operation und Nachsorge.
Diese Eingriffe finden in einer unserer Partnerkliniken statt und sind häufig mit einer Vollnarkose und einem kurzstationären Aufenthalt verbunden. Lappenplastiken liefern in der Regel kosmetisch bessere Ergebnisse als reine Hauttransplantationen, sind aber chirurgisch anspruchsvoller.
Kortikosteroid-Injektionen und Bestrahlung
Bei Keloiden und stark hypertrophen Narben kommen Kortikosteroid-Injektionen direkt in das Narbengewebe zum Einsatz. Sie reduzieren Juckreiz, Brennen und Rötung und können das Narbenvolumen verkleinern. Reicht das nicht aus, wird die operative Entfernung in Kombination mit einer postoperativen Bestrahlung erwogen – ein Vorgehen, das Rückfallraten bei Keloiden senkt.
Welche Narkose wird angewandt?
Die Narbenkorrektur erfolgt – je nach Eingriffsumfang – in örtlicher Betäubung, im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose. Kleinere Korrekturen und Z-Plastiken sind meist in lokaler Betäubung gut durchführbar; ergänzend kann ein mildes Beruhigungsmittel gegeben werden, sodass Sie wach, aber entspannt sind.
Bei größeren Lappenplastiken oder Hauttransplantationen ist eine Vollnarkose sinnvoll. Vor der Operation klärt ein Anästhesist Ihre Narkosefähigkeit ab und steuert während des gesamten Eingriffs die Narkose. Ihre Wünsche zur Betäubungsform fließen in die Entscheidung mit ein.
Was Sie nach einer Narbenkorrektur beachten sollten
Nach einer Narbenkorrektur in örtlicher Betäubung sind die meisten Patientinnen und Patienten innerhalb weniger Stunden wieder eingeschränkt einsatzfähig. Leichte Schmerzen, ein Ziehen oder Brennen während der Heilung sind nicht ungewöhnlich und gut behandelbar. Die Narbe durchläuft anschließend eine Reifungsphase von sechs bis zwölf Monaten – erst dann steht das endgültige Ergebnis fest. UV-Strahlung sollten Sie in dieser Zeit konsequent meiden, da frische Narben zur dauerhaften Verfärbung neigen.
Warum Patientinnen und Patienten zu uns kommen
- Vier Generationen ärztlicher Tradition – das erfahrene Spezialistinnen-Team um Dr. von Isenburg und Dr. Neuhann-Lorenz operiert unter einem Dach
- 25+ Jahre Erfahrung in der Praxis für Plastische und Ästhetische Chirurgie von Dr. von Isenburg und Dr. Neuhann-Lorenz in München
- 100 % Empfehlungsrate auf Jameda – externes, quantifiziertes Vertrauenssignal
- Eigene Forschung und eigene Produktlinie myHYPPP® – Plasmatherapie auf Basis der Hypoxie-Präkonditionierung
- Chefärztinnen-Beratung verbindlich vor jedem Eingriff – keine Delegation
- Persönlich, nicht industriell – jede Patientin, jeder Patient wird individuell betrachtet.
„Wir verkaufen keine Schönheit. Wir begleiten medizinische Entscheidungen.“
Wie läuft eine Behandlung in der Praxis der Drs. von Isenburg & Neuhann-Lorenz ab?

1. Persönliches Beratungsgespräch
Vor jeder Narbenkorrektur steht ein ausführliches Beratungsgespräch mit einer der Chefärztinnen. Wir nehmen uns Zeit, Ihre Narbe zu beurteilen, mögliche Verfahren zu erläutern und realistisch einzuschätzen, welches Ergebnis erreichbar ist – eingebettet in unsere individuelle Beratung, Behandlung und Betreuung vor, während und nach einem Eingriff. Notieren Sie sich Ihre Fragen vorab. Es gibt keine falsche Frage. Eine Bedenkzeit zwischen Beratung und Eingriff ist bei uns selbstverständlich.
Aufklärung und Risikoabwägung
Eine Narbenkorrektur ist in der Regel ein gut planbarer Eingriff. Mögliche Risiken sind Schwellungen und Rötungen, in seltenen Fällen Wundheilungsstörungen, vorübergehende Hautverfärbungen oder Milien. Bei Keloid-Patientinnen und -Patienten besteht ein erhöhtes Risiko der erneuten Keloidbildung – das besprechen wir vorab offen. Sie unterschreiben die Einverständniserklärung erst, wenn alle Fragen geklärt sind.
Vorbereitung und Eingriff
In den Wochen vor der Operation sollten Sie Nikotin und Alkohol auf ein Minimum reduzieren. Bei regelmäßiger Medikation – insbesondere Aspirin, blutverdünnende Mittel und Hormonpräparate – sprechen Sie die Einnahme im Detail mit Ihrer Operateurin ab. Mindestens sieben Tage vor dem Eingriff sollte kein Aspirin eingenommen werden.
Nachsorge
Wir begleiten Sie engmaschig durch die Heilungsphase. Die Hautnähte werden in der Regel nach einer Woche entfernt. Welche Narbenpflege nach ästhetischen Eingriffen für Sie geeignet ist – ob Silikonpflaster, manuelle Lymphdrainage, gezielte Lasersitzungen oder unterstützende Plasmatherapie – legen wir individuell fest. Auf eigene Faust angewendete „Narbensalben“ empfehlen wir nicht.
Kann eine Narbenkorrektur wiederholt werden?
Grundsätzlich ja. In manchen Fällen ist eine Behandlung in mehreren Schritten geplant, um schrittweise das bestmögliche Ergebnis zu erzielen – zum Beispiel chirurgische Korrektur, gefolgt von Lasersitzungen während der Reifungsphase. Bei Keloiden ist eine wiederholte oder kombinierte Behandlung sogar die Regel. Regelmäßige Kontrollen helfen, eventuelle Komplikationen frühzeitig zu erkennen.
Was kostet eine Narbenkorrektur in München?
Die Kosten einer Narbenkorrektur richten sich nach Art, Größe und Lage der Narbe sowie dem gewählten Verfahren und der Nahttechnik. Ambulante Korrekturen beginnen bei etwa 2.500 €, größere chirurgische Eingriffe mit Klinikaufenthalt liegen deutlich höher. Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Wichtig zu wissen: Narbenkorrekturen aus rein ästhetischen Gründen werden in der Regel nicht von der Krankenversicherung übernommen. Anders verhält es sich, wenn die Narbe Folge eines Unfalls, einer Verbrennung oder einer Erkrankung ist und Funktion oder Heilung beeinträchtigt – in diesen Fällen tragen die Krankenkassen die Kosten häufig ganz oder teilweise. Wir unterstützen Sie bei der Einschätzung und beim Kontakt zur Versicherung.
Wo findet die Narbenkorrektur in München statt?
Kleinere Narbenkorrekturen führen wir ambulant in unserer Praxis im Zentrum von München durch, in der wir auch spezialisierte Eingriffe wie die narbenfreie Nasenkorrektur in München anbieten. Für größere operative Eingriffe steht uns eine Auswahl an Partnerkliniken in München zur Verfügung, in denen die postoperative Überwachung durch medizinisches Fachpersonal gewährleistet ist. Neben körperformenden und narbenkorrigierenden Operationen führen wir dort auch umfassende Facelift- und Liquid-Facelift-Behandlungen mit HYPPP® durch. Patientinnen und Patienten aus der Rhein-Main-Region behandeln wir auf Wunsch auch an unserer Zweigstelle Schloss Birstein bei Frankfurt.
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